Spotanalyse

Eurozone: Teuerung bleibt im negativen Bereich - grünes Licht für die EZB

Dr. Thomas Gitzel Chief, Economist VP Bank Group
Lesedauer: 1 Min
Die Inflationsrate für die Eurozone bleibt im November einer ersten Schätzung zufolge bei – 0.3 %.

Die EZB wird am 10. Dezember ihre ohnehin lockere Geldpolitik nochmals ausweiten. Die Inflation macht der EZB jedenfalls keinen Strich durch die Rechnung. Die Inflationsrate bleibt im negativen Bereich. EZB-Chefin Christine Lagarde hat damit grünes Licht für eine Aufstockung der Anleihekäufe.

Die Inflationsrate wird erst in den Frühjahrsmonaten wieder zu etwas höheren Niveaus aufbrechen. Der preisdämpfende Effekt der niedrigeren Energiepreise läuft dann aus. Die Eindämmungsmassnahmen im Zuge der ersten Corona-Welle liessen die Ölpreise kräftig purzeln. Bleibt der Ölpreis auf den gegenwärtigen Niveaus oder geht es sogar noch etwas höher, steht ab März 2021 im Jahresvergleich sogar eine kräftige Teuerung des schwarzen Goldes zu Buche. Dies hat dann entsprechende Auswirkungen auf die Inflationsrate. Allerdings wird ein nachhaltiger Anstieg der Teuerungsraten über 1 % kaum machbar sein. Dies zeigt auch der Blick auf die nur magere Inflation bei Herausrechnung der volatilen Energie- und Nahrungsmittelpreise: Die Kerninflationsrate verharrt im November bei niedrigen 0.2 %. Gerade diese Zahl wird der EZB besonders zu schaffen machen.

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