Spotanalyse

Deutschland: Industrieproduktion stolpert über Lieferschwierigkeiten

Dr. Thomas Gitzel, Chief Economist VP Bank Group
Lesedauer: 1 Min
Die Industrieproduktion fällt im Januar um 2.5 % gegenüber dem Vormonat.

Lieferschwierigkeiten bei Halbleitern hat die Produktion in der Automobilbranche merklich eingeschränkt. Dies schlägt sich nun entsprechend deutlich in der Industrieproduktion nieder. Damit fällt der Start in das neue Jahr für das verarbeitende Gewerbe holprig aus. Die gute Nachricht ist allerdings, dass es sich hierbei um einen temporären Effekt handelt. Bereits im Februar stehen Nachholeffekte auf der Agenda. Die Industrieproduktion wird deshalb im Februar zweistellig zulegen können. Das Minus der Industrieproduktion legt deshalb nicht Zeugnis einer schwächelnden Industrie ab, sondern ist vielmehr auf Sondereffekte zurückzuführen.

Unter Einbeziehung der zu erwartenden Nachholeffekte wird die Industrie im ersten Quartal die zentrale Stütze der deutschen Wirtschaft bleiben. Allerdings wird es dem verarbeitenden Gewerbe anders als im vierten Quartal 2020 nicht mehr gelingen, vollständig die Einbussen im Dienstleistungssektor zu kompensieren. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt wird deshalb in den ersten drei Monaten des Jahres schrumpfen. Die zunehmende Impfquote wird dann im laufenden Jahr ermöglichen, dass auch der Dienstleistungssektor Fahrt aufnimmt. Ein BIP-Zuwachs von 3 % wird möglich sein. 

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