Spotanalyse

USA: Weniger neue Jobs als erwartet

Dr. Thomas Gitzel, Chief Economist VP Bank
Lesedauer: 2 Min
In den USA sind im April ohne Einbezug des Landwirtschaftssektors 266´000 neue Stellen geschaffen worden. Die Arbeitslosenquote steigt von 6% auf 6.1%.

Eigentlich war davon auszugehen, dass die erfolgreichen Eindämmungsmassnahmen und die Impfkampagne ihren Erfolg zeigen würden. Das gesellschaftliche Leben hat einen einigermassen Normalzustand in vielen US-Bundesstaaten erreicht. Damit brauchen Restaurants, Bars, Flughäfen und Freizeitparks wieder Personal.

Die Effekte fielen aber schwächer aus als erwartet. Dabei spielen auch widrige Wetterumstände eine Rolle. Darüber hinaus belasten Knappheiten bei Materialien und Vorprodukten. Im verarbeitenden Gewerbe kam es gar zu einem Jobabbau.

Auch wenn der Jobaufbau im April gemessen an den Erwartungen mager ausfiel, wird es in den kommenden Monaten zu einem umso deutlicheren Aufbau von neuen Stellen kommen. Die Schaffung neuer Jobs ist also lediglich aufgeschoben. Es sollte davon ausgegangen werden, dass dann auch ein monatlicher Jobaufbau von 2 Millionen auf der Agenda steht.

Die US-Notenbank kann sich derweil in ihrem vorsichtigen Kurs bestätigt fühlen. US-Notenbankchef Jerome Powell sichert der Wirtschaft weiterhin seine Unterstützung zu. Eine mögliche Straffung der Geldpolitik hat sich mit dem heutigen Arbeitsmarktbericht unter Umständen etwas nach hinten verschoben.

Eine mögliche Reduktion der Anleihekäufe hängt nun im Wesentlichen von den kommenden Arbeitsmarktdaten ab. Der US-Dollar ging nach dem heutigen Datenmaterial vorsorglich etwas in Deckung und wertete gegenüber dem Euro ab.

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