Spotanalyse

ZEW-Konjunkturerwartungen: Zurück zur Normalität

Dr. Thomas Gitzel, Chief Economist VP Bank
Lesedauer: 1 Min
Der Index der Konjunkturerwartungen von Finanzanalysten und institutionellen Investoren in Deutschland geht im Juli unerwartet deutlich von 79.8 auf 63.3 zurück.

Die ZEW Konjunkturerwartungen bereiten uns auf die Nach-Corona-Normalität vor.
 
Bereits der (heute) Dienstag veröffentlichte Auftragseingang für die deutsche Industrie im Mai gab unerwartet deutlich nach. Während der Pandemie waren viele spezielle Effekte am Werk, die in weiten Teilen der Wirtschaft zu einer Sonderkonjunktur geführt hatten. Die hohe Konsumnachfrage nach Waren wie etwa elektronische Produkte half dem Maschinenbausektor. Werden Waren produziert bedarf es hierfür Maschinen.
 
Aber auch der Materialmangel scheint auf die Konjunkturstimmung zu drücken. Der Ausstoss leidet unter den fehlenden Vorprodukten.
 
In Anbetracht einer zunehmenden Immunisierung der Bevölkerung in den Industrienationen kehrt das gesellschaftliche Leben zur Normalität zurück. Dies hat auch Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung. Die Sondernachfrage ebbt ab.
 
Die ZEW-Konjunkturerwartungen bereiten uns also auf die Nach-Corona-Zeit vor, die mit niedrigeren Wachstumsraten einhergehen wird. Die erste Erholungswelle kommt zu ihrem Ende.

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